Curating the world artfully

Valsequillo erstreckt sich auf knapp vierzig Quadratkilometern und liegt in einem grünen  Becken zwischen bizarren Felsformationen. Das Gebiet war auch bei den spanischen Eroberern aufgrund seiner Fruchtbarkeit sehr beliebt. Heute ist es für Wanderfreunde ein begehrtes Ausflugsziel.

 

AUF DEM FELD WAR HARTE KNOCHENARBEITANGESAGT

 

Schon am Beginn der Fahrt in das Tal sieht man die ersten landwirtschaftlich genutzten Terrassen, die hauptsächlich dem Gemüseanbau dienen. Auch hier hat der Fortschritt endlich seinen technischen Einzug gehalten. Bis vor etwa 15 Jahren war die regionale Landwirtschaft noch richtige Knochenarbeit. Die Terassenfelder wurden mühsam mit Steinwällen angelegt, Erde aufgeschüttet, alles per Hand plattgeklopft um dann Furchen per Egge zu ziehen, damit auch die Bewässerung gewährleistet ist.

Heute ist alles etwas leichter. Kleine Schaufelbagger bringen die Erde auf die Felder, kleine Traktoren plätten den Untergrund und nur die Aussaat erfolgt größtenteils noch „per Hand“. Das meiste Gemüse aus dieser bergigen Region stammt zwischen Valsequillo und San Mateo.

 

DIE DORFKIRCHE AM PLAZA SAN MIGUEL

 

Wir folgen der c/Leon y Castillo bis zum Herzstück des Dorfs, dem Kirchplatz Plaza San Miguel. Hier befinden sich das Rathaus, die Touristeninformation, einige Cafes, die zum verweilen einladen und natürlich auch die schlichte Kirche  die dem Erzengel Michael gewidmet ist. Sie ist meist geschlossen und auf dem Platz davor befindet sich eine kuriose Miniaturnachbildung, die einen Blick ins Innere erlaubt.

 

San Miguel und San Rafael sind die Schutzpatrone der Gemeinde. Die Heiligenfigur des San Miguel mit der Bestie „Perro Maldito“ wurde von Don Juan Peréz im Jahr 1804 geschaffen. Die Bestie war Anlass für eine Fiesta im September, bei der Gut und Böse gegeneinander kämpften. Die Hauser im kleinen Ortskern sind geprägt vom kanarischen Baustil, ansonsten ist es ein eher verschlafenes Dörfchen, außer zur Fiestazeit.

 

VOM KÄSE BIS ZUR MANDELBLÜTE

 

Nach einer kleinen Pause schlendern wir durch die Gassen von Valsequillo und entdecken  nicht nur den landestypischen Honig der inselweit bekannt ist, sondern auch den Käse und nicht zuletzt den Wein. In dieser Region wird die Malvasia Traube angebaut.

 

Wie schon erwähnt, ist diese Gegend für ihre Mandelblüte und die entsprechende Fiesta bekannt. Gerade jetzt ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Naturfreunde. Die Mandeln finden sich in verschiedenen Variationen auf den Speiseplänen der Region wieder, wie z. B. Bienmesabe, als Likör oder Kuchen.


FUENTE DE UMBRIA


Nach unserem Stadtbummel fahren wir in Richtung Tenteniguada bis zur Ortschaft Tecen. Hier liegt die Quelle „Fuente de Umbria“, die nicht nur die Quelle des landwirtschaftlichen Reichtums ist, sondern heute auch in Flaschen abgefüllt verkauft wird.

Wir fahren weiter auf der GC41 in Richtung Norden nach San Mateo. Am Mirador tut sich ein traumhafter Blick auf die gegenüberliegende Bergkette auf, die von ihren meistens in verschiedene Grüntöne getauchten markanten Berggipfeln „San Saucillo” und „Roque Grande” dominiert werden.

Über die Hauptstrasse weiter Richtung Norden fahren wir nach Santa Brígida, dem Blumengarten der Insel. Fast alle Schnittblumen stammen aus dieser Region. Dahinter erreichen wir  Tafira, und gelangen von hier wieder auf die Autobahn GC 1.

Der Ausflug ist eine kleine Rundreise durch das „Grüne Gran Canaria“ und besonders nach der Regenzeit zu empfehlen. Jetzt ist es also die schönste Zeit für einen Besuch!

 

valsequillo

AUSFLUG INS GRÜNE ZUR MANDELBLÜTE

 

Nachdem die Mandelblüte derzeit die Naturbühne dominiert, entführen wir Sie passenderweise in die Hochburg der Mandel, nach Valsequillo. Schnell erreicht man das gut ausgeschilderte schmucke Bergdorf über die Autobahn GC 1 Richtung Telde und weiter auf der Bundesstraße GC 41.

Aus unserer Ausgabe Nr. 28 vom

1. Feb. 2013.

 

 

 

STECKBRIEF VALSEQUILLO
 

Valsequillo 544 m ü. d. M.
Einwohner: 9157 (Stand: 2012),
Postleitzahl: 35217
Route: Mit dem Auto auf der GC1 in nördliche Richtung, dann Abfahrt Telde, weiter über GC 41 Richtung Valsequillo, Las Vegas, Tenteniguada,  San Mateo , Santa Brigida, Tafria – GC 1.


SEHENSWERTES
Dorfzentrum und die Kirche des
Erzengels San Miguel.
Aussichtsplateu Mirador
Valsequillo mit Blick auf Roque San Saucillo und Roque Grande.

Touristeninformation
c/Leon y Castillo 2,

Öffnungszeiten:
Mo., bis Sa., 10  bis 14 Uhr
Tel: 928 705 011
www.valsequillogc.es

 

 

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